Wibke Steinhilber

Wibke
Steinhilber

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Mein Leben

Kindheit

Mein Leben beginnt am 24. Juni 1971 im westfälischen Münster, wo mein Vater Zahnmedizin studierte. Meine ursprünglich aus Hans-Dietrich Genschers Geburtsstadt Halle stammende Mutter hatte er bei seiner Zahntechnikerlehre in Reutlingen kennen gelernt. Nach Abschluss des Studiums ziehen wir wieder in die Heimatstadt meines Vaters. Am Fuße des Georgenbergs erlebe ich schöne Kindheitsjahre. Nach dem Besuch des Freien Kinderhauses und der Freien Evangelischen Grundschule gehe ich aufs Isolde-Kurz-Gymnasium, das ich aber nach der neunten Klasse verlasse. Während meiner Ausbildung als Zahnarzthelferin hole ich an der Volkshochschule den Hauptschul- und an der Kerschensteinerschule den Realschulabschluss nach. Am ernährungswissenschaftlichen Gymnasium der Laura-Schradin-Schule mache ich dann später mein Abitur.

Heimat

Kindheit und Jugend in Reutlingen haben mich geprägt. Die gelungene Mischung aus reichsstädtischer Tradition, schwäbischem Tüftlergeist und einer großen Weltoffenheit hat mich früh in ihren Bann gezogen. Mehrere Jahre habe ich auch in Pfullingen gewohnt, wo ich viel bürgerschaftlichen Einsatz und sehr gute Nachbarschaften erlebte. Der Georgenberg ist für mich ein faszinierendes Bindeglied zwischen beiden Städten. Zur Reutlinger Heimat gehört aber auch das Umland: Fröhliche Feste in Wannweil, Kirchentellinsfurt und auf den Härten, lange Schönbuch-Spaziergänge zwischen Pliezhausen und Walddorfhäslach, herrliche Naturerlebnisse an Steinlach und Wiesaz. Dass meine Heimat zugleich der wirtschaftliche Motor der Region Neckar-Alb ist, macht sie für mich noch lebens- und liebenswerter.

Familie

In Reutlingen lerne ich auch meinen aus einer Handwerker- und Kaufmannsfamilie stammenden Mann Jörg kennen, der als Diplom-Kaufmann selbstständig tätig ist. Wir heiraten 1995. Zwei Jahre später wird unser Sohn Philipp geboren. 1998 folgen Tochter Anna und 2002 Sohn Felix. In der Zeit des Heranwachsens unserer Kinder hat die Familie für mich Vorrang. Eigene Wünsche stelle ich gerne zurück, um das Recht der Kinder auf bestmögliche Bildung, Erziehung und Betreuung zu erfüllen. Deshalb engagiere ich mich auch als Elternbeirätin und in Schulfördervereinen. Dazu gehört es aber auch, dass wir viel miteinander unternehmen. Dabei sind dann auch unsere Whippet-Windhunde Joy und Nele mit von der Partie, die allerdings der Segelflug-Leidenschaft „meiner Männer“ vom Übersberg aus wenig abgewinnen können.

Arbeit

In meinem erlernten Beruf als Zahnarzthelferin war ich während der Familienphase in Teilzeit tätig. Später habe ich mir Aufgaben gesucht, in denen die Kommunikation im Vordergrund stand. Ich leitete die Wahlkreisbüros des Landtagsabgeordneten Hagen Kluck und des Bundestagsabgeordneten Pascal Kober, arbeitete als Assistentin in einem PR-Büro und bei einer Familienstiftung. Für die Kandidatur habe ich mich selbstständig gemacht und berate mittelständische Unternehmen im Qualitätsmanagement. Hier helfe ich Handwerk, Handel , Gewerbe und Freiberuflern durch den Dschungel von Zertifizierung, Consulting, Controlling, Rating, Finanzierung, Existenzgründung, Sanierung und Restrukturierung. Die Vielfalt dieser Arbeit fordert mich sehr, macht mir aber auch viel Freude.

Gesellschaft

Kandidiert habe ich für die Freien Demokraten auch bei den Kommunalwahlen. Vor allem aber habe ich jede Menge Wahlen organisiert. Dazu gehört es, Menschen für eine Kandidatur auf den liberalen Listen zu überzeugen, Veranstaltungen und Info-Stände zu organisieren, prominente Unterstützer zu gewinnen und kräftig die Werbetrommel zu rühren. Es freut mich, bei den verschiedensten Veranstaltungen mitwirken zu können. Die Liste reicht vom legendären Aschermittwoch in Wannweil über die immer wieder toll besuchten Neujahrsempfänge in Reutlingen bis zu Zentralveranstaltungen der Landes- und Bundespartei. Aber ich gehe nicht nur zu FDP-Veranstaltungen. Es interessiert mich sehr, wie die unterschiedlichsten Menschen sich für ihre Überzeugung, ihre Gemeinde, ihren Verein, ihr Hobby und ein gutes Miteinander auf allen Ebenen engagieren.

Neugier

Von Natur aus bin ich ein neugieriger Mensch. Ich mache gern neue Erfahrungen. Deshalb suche ich immer wieder auch das Gespräch mit politisch Andersdenkenden. Ich weiß, dass niemand die Wahrheit gepachtet hat. In der Diskussion geht es mir nicht um das Herausarbeiten von Gegensätzen, sondern um das Entwicklen von Lösungen. Immer will ich wissen, wo die Leute der Schuh drückt. Das lässt mich auch in schwierigen Situationen nicht vor großen Herausforderungen zurückschrecken. Die gehe ich mit Ruhe, Kraft und Zuversicht an. Mit beiden Beinen fest auf dem Boden haut mich nichts so schnell aus der Bahn.

Sport

Bewegung tut mir gut. Sitze ich mehrere Tage hintereinander nur am Schreibtisch, fehlt mir etwas. Ohne Gymnastik und Wanderungen fühle ich mich eingesperrt. Glücklicherweise habe ich mit den Hunden Joy und Nele zwei mich dauernd fordernde Fitness-Trainer. Beim "Gassigehen" erkunde ich systematisch die schöne Landschaft zwischen Alb und Schönbuch, an Neckar, Echaz, Steinlach und Wiesaz. Aber ich begeistere mich auch an den sportlichen Aktivitäten meiner Mitmenschen. Das geht vom Schulsport meiner Kinder bis zum Super-Handball in Pfullingen. Ich bewundere vor allem aber die großen Leistungen in den kleinen Vereinen. Wo die Jugend zum Mitmachen begeistert wird, entsteht eine breite Basis. Und die braucht der Spitzensport in allen seinen Sparten.

Meine Politik

FDP

Ein Leben ohne Freiheit ist mir unvorstellbar. Mir ist es wichtig, selber zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen, selber über wichtige Weichenstellungen entscheiden und auch selber Verantwortung übernehmen zu können. Deshalb ist die Partei der Freiheit genau die richtige für mich. Die FDP vereinigt Menschen ohne Unterschied der Staatsangehörigkeit, des Standes, der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts und des Bekenntnisses. Mit ihnen wirke ich gerne beim Ausbau des demokratischen Rechtsstaates und der vom sozialen Geist getragenen freiheitlichen Gesellschaftsordnung mit. Totalitäre und diktatorische Bestrebungen jeder Art sind mir zuwider. Ich stehe für Toleranz und Weltoffenheit, für die soziale Marktwirtschaft und für den freiheitlichen Rechtsstaat. Der FDP bin ich nicht beigetreten, um irgendwie Karriere zu machen. Wichtig war mir, die politische Arbeit mit neuen Ideen und praktischer Tatkraft zu unterstützen. Aber bald schickten die Freien Demokraten mich in Vorstandspositionen auf Orts- wie Kreisebene und als Delegierte in den Landesparteitag. Die Landespolitik lernte ich als Zweitbewerberin für die Landtagswahl und als Referentin des Landtagsabgeordneten Hagen Kluck aus der ersten Reihe kennen. Folgerichtig wählten mich die Freien Demokraten aus den Städten Reutlingen und Pfullingen und aus den Gemeinden Dußlingen, Gomaringen, Kirchentellinsfurt, Kusterdingen, Nehren, Pliezhausen, Walddorfhäslach und Wannweil zur Landtagskandidatin im Wahlkreis 60. Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes Reutlingen bin ich mittlerweile in zweiter Amtsperiode.

Haltung

Freiheit, Verantwortung und Vertrauen sind und bleiben meine Leitprinzipien. Ich will den Menschen nicht meinen Willen aufzwingen, sondern ihnen bei der Lösung der Probleme helfen. Wählerinnen und Wähler sind nicht Untergebene der Politik, sondern die politische Tätigen sind die Beauftragten der Wählerschaft. Deshalb schwinge ich keine großen Reden, sondern höre meinen Mitmenschen zu. Ich verkünde keine letzten Wahrheiten, sondern bemühe mich darum, dass Baden-Württemberg das Modell einer freiheitlichen Gesellschaft bleibt. Unabhängigkeit, Weltoffenheit und Toleranz sind Werte, die meine politische und persönliche Haltung bestimmen. Vorurteile und Ressentiments lehne ich ab. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass Vielfalt und selbstbestimmte Lebensentwürfe das Beste sind, was einer Gemeinschaft passieren kann.

Bildung

Unsere Kinder haben Anspruch auf beste Bildung. Das gilt von der Kita bis zur Uni. Schließlich hängen unser Wohlstand und auch die Lebenschancen jedes Einzelnen entscheidend von der Qualität der Bildung ab. Ich bin für notwendige Reformen, lehne aber ein radikales Umkrempeln unseres bisher sehr erfolgreichen Bildungssystems ab. Um wieder erfolgreich arbeiten zu können, brauchen unsere Schulen verlässliche Rahmenbedingungen. Deshalb fordere ich einen Schulfrieden, der allen am Schulwesen Beteiligten mehr Planungssicherheit garantiert. Über das jeweilige Bildungsangebot muss vor Ort in eigener Verantwortung entschieden werden. Ich halte am Grundsatz „Kein Abschluss ohne Anschluss“ fest, will Realschule und Gymnasium erhalten, die betriebliche Ausbildung fördern und das berufliche Schulwesen stärken. Die Universität Tübingen und die Hochschule Reutlingen bekommen mit mir eine verlässliche Partnerin in der Landespolitik.

Reutlingen

Mit meiner politischen Arbeit engagiere ich mich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Stadt, in der ich lebe und die ich liebe. Alle sollen den Wohnraum bekommen, den sie suchen. Jeder soll den Job finden, der ihn ernährt und erfüllt. Eltern sollen Reutlingen als Heimat ihrer Kinder schätzen. Die Stadt soll Gründer und Ideen anziehen, kleine wie große Unternehmen sollen hier wachsen können und sich gut behandelt fühlen. Reutlingen soll als moderne Metropole mit herzlichen Bewohnern, kraftvoller Wirtschaft, besten Bildungseinrichtungen und lebendiger Kulturszene von sich reden machen. Ich setze mich für eine gute Nachbarschaft von Stadt und Umland ein. So wie die Region Reutlingen braucht, so braucht Reutlingen die Region. Nur miteinander sind wir stark!

Kultur

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein! Kunst und Kultur sind als „weiche“ Standortfaktoren auch wichtig für unsere Wirtschaft. Deshalb wünsche ich mir noch mehr Anstrengungen für die kulturelle Jugendbildung. Die Arbeit der Jugendmusik- und Kunstschulen aber auch der Musik- und Gesangvereine darf nicht vernachlässigt werden. Die aufs ganze Land ausstrahlende Arbeitsgemeinschaft Theaterpädagogik und das soziokulturelle Zentrum „franz k.“ in Reutlingen brauchen mehr Beachtung. Kulturelle Veranstaltungen müssen in noch mehr Ortschaften angeboten werden. Neben dem Kunstmuseum Spendhaus und der Stiftung für konkrete Kunst in Reutlingen haben auch die privaten Galerien in Stadt und Land Aufmerksamkeit verdient. Dasselbe gilt für die vielfältige Museumslandschaft unseres Raumes, die immer wieder optimiert werden muss.

Familienpolitik

Mein Ziel ist es, den Betreuungsschlüssel in den Reutlinger Krippen und Kitas spürbar zu verbessern. Die Kritik von Betreuern und Eltern an der viel zu geringen Personalversorgung teile ich. Reutlingen braucht kleinkindgerechte Bildungseinrichtungen, keine Aufbewahrungsstellen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf können wir verbessern, in dem wir einen Rahmen schaffen, in dem Unternehmen ihren Mitarbeitern Freiheiten wie individuelle Arbeitszeiten bieten können. Bei allem politischen Handeln sollten wir eine Frage stets positiv beantworten: Ist das kinderfreundlich?

Wirtschaft

Zusammen mit der Bürgerschaft in den Städten und Gemeinden zwischen Schönbuch und Alb will ich den Reutlinger Raum als lebenswerten Wohnstandort, als wirtschaftlichen Motor und als kulturellen Anziehungspunkt unserer Region erhalten und stärken. Unsere Wirtschaftskraft verdanken wir Menschen, die erfolgreich Waren und Dienstleistungen entwickeln und herstellen. Das ist das Ergebnis unzähliger Einzelentscheidungen, die täglich getroffen werden. Tüftlergeist und Leistungsbereitschaft, Investitionsbereitschaft und Fortschrittswille von Arbeitnehmern und Unternehmern sind die Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolges. Das Rückgrat dieses Erfolges ist der Mittelstand, der Verantwortung für sich, seine Mitarbeiter und die Region übernimmt. Durch ein positives Klima des Miteinanders will ich den Mittelstand und die Gründungskultur stärken.

Gemeinschaft

Die Solidargemeinschaft unterstützt denjenigen, der es alleine nicht schafft. Wer in einer Notsituation Hilfe empfängt, braucht Motivation und Unterstützung, um schnell wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Ich will keinen bevormundenden, sondern einen ermutigenden Sozialstaat. An erster Stelle muss Hilfe zur Selbsthilfe stehen. Dieser Grundsatz gilt auch für Menschen, die aus Krisenregionen zu uns fliehen. Sie brauchen Förderung beim Spracherwerb, bei einer auf unsere Bedürfnisse abgestimmten Aus- und Weiterbildung. Sie sollen möglichst schnell integriert werden, um unsere Gesellschaft auch mit ihren Steuerzahlungen und Sozialabgaben zukunftsfähig zu machen. Hilfe für Flüchtlinge darf nie zu Lasten sozialschwacher Familien gehen. Deshalb fordere ich mehr Landesförderung für den Bau erschwinglicher Mietwohnungen.

Mobilität

Der Verkehr in unserer Region muss fließen. Das hilft allen – auch der Umwelt. Deshalb freue ich mich auf den Reutlinger Scheibengipfel- und den Tübinger Schindhautunnel. Der Ausbau der Bundesstraßen 27 und 312 darf nicht stocken. Aber Straßen allein können unseren Verkehr nicht aufnehmen. Deshalb bin ich für die Regionalstadtbahn Neckar-Alb mit Gomaringer Spange und Albaufstieg. Parallel dazu muss das Busverkehrsnetz verbessert werden. Wer mit der Regionalstadtbahn fährt, braucht Anschlüsse zu seinem Wohnviertel. Im städtischen Ballungsraum und zwischen den Ortschaften fehlen optimale Bedingungen für einen schnellen Radverkehr. Ich bin für Stuttgart 21 samt Wendlinger Kurve, damit unsere Region besser ans europäische Schienenfernverkehrsnetz angeschlossen wird.